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Maspalomas & Playa del Inglés im Wandel: Neue Bauprojekte in San Bartolomé de Tirajana

San Bartolomé de Tirajana im Wandel: Aktuelle Bauprojekte und geplante Investitionen

Wer derzeit durch den Süden Gran Canarias fährt, sieht es an vielen Stellen: In San Bartolomé de Tirajana wird gebaut, modernisiert und geplant. Neben kleineren Straßen- und Sanierungsmaßnahmen stehen zahlreiche größere Projekte auf der Agenda, die das Erscheinungsbild und die Infrastruktur von Maspalomas, Playa del Inglés, Meloneras und den umliegenden Wohngebieten in den kommenden Jahren weiter verändern dürften.

Allein im Frühjahr 2026 hat die Gemeinde zusätzliche Investitionen von rund 60,9 Millionen Euro für Straßen, Gehwege, öffentliche Einrichtungen, Wohnungsbau, Beleuchtung, Grünanlagen, Parkplätze und weitere Infrastrukturmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Für Eigentümer und Kaufinteressenten ist diese Entwicklung besonders spannend. Denn die Attraktivität eines Immobilienstandortes hängt nicht nur von der Immobilie selbst ab, sondern auch von der Qualität des öffentlichen Raums, der Verkehrsanbindung und dem Angebot im direkten Umfeld.

 

Rund fünf Millionen Euro für den Barranco de Maspalomas

Eines der auffälligsten Projekte betrifft den Barranco de Maspalomas. Die Wege entlang des Kanals sollen bis zur GC-500 umfassend erneuert und aufgewertet werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Bodenbeläge, eine modernisierte Beleuchtung, neues Stadtmobiliar sowie zusätzliche Aufenthalts- und Bewegungsflächen.

Für das Projekt ist eine Investition von rund fünf Millionen Euro vorgesehen.

Gerade für Campo Internacional und die angrenzenden Bereiche von Maspalomas könnte die Maßnahme eine deutliche Verbesserung darstellen. Der Barranco ist heute nicht nur Teil der Infrastruktur, sondern zugleich eine wichtige Fußgängerverbindung zwischen verschiedenen Wohn-, Freizeit- und Feriengebieten.

 

Neue Rad- und Fußwege in Maspalomas und Meloneras

Auch das Thema nachhaltige Mobilität spielt bei den aktuellen Planungen eine größere Rolle. Für den Bereich Maspalomas–Meloneras wurde ein neuer Radweg ausgeschrieben, der das öffentliche Straßennetz besser mit dem Paseo Marítimo von Meloneras verbinden soll. Das Projekt verfügt über ein Budget von rund 467.000 Euro.

Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Fuß- und Radwege vorgesehen. Dazu zählt unter anderem eine erste Projektphase zwischen dem Kreisverkehr Hornillo/Meloneras und der Verbindung nach Pasito Blanco.

Damit wird eine Entwicklung fortgeführt, die in vielen europäischen Ferienregionen bereits zu beobachten ist: Neben dem Autoverkehr gewinnen gut ausgebaute Fuß- und Radverbindungen zunehmend an Bedeutung.

 

Weitere Modernisierung des Paseo Costa Canaria

Auch der Paseo Costa Canaria, der sich entlang großer Teile von Playa del Inglés und San Agustín erstreckt, bleibt ein Schwerpunkt der öffentlichen Investitionen. Für weitere Erneuerungsmaßnahmen liegt bereits ein Projekt mit einem Volumen von rund 1,7 Millionen Euro vor.

In den vergangenen Jahren wurden außerdem zahlreiche Strandzugänge modernisiert. Insgesamt wurden 27 Zugänge unter anderem in San Agustín, Las Burras, Playa del Inglés, Maspalomas und Meloneras verbessert und barriereärmer gestaltet.

Gerade solche Maßnahmen erscheinen auf den ersten Blick vielleicht weniger spektakulär als ein Neubauprojekt. Für die langfristige Qualität eines Urlaubsortes und damit indirekt auch für angrenzende Immobilien sind gepflegte Promenaden, gute Zugänge zum Meer und hochwertige öffentliche Räume jedoch von großer Bedeutung.

 

Neuer Impuls für das Anexo II in Playa del Inglés

Auch für einen der bekanntesten Standorte direkt am Strand von Playa del Inglés gibt es Bewegung. Im Juli 2026 hat die Gemeinde die Bedingungen der spanischen Küstenverwaltung für eine langfristige Konzession von Flächen im Bereich des Centro Comercial Anexo II akzeptiert.

Die Konzession soll bis zum Jahr 2055 laufen und bildet eine wichtige Grundlage für die angestrebte Modernisierung des Areals.

Wie die konkrete zukünftige Gestaltung aussehen wird, ist damit noch nicht abschließend entschieden. Dass das Thema nach vielen Jahren nun wieder aktiv vorangetrieben wird, ist für den gesamten Strandbereich von Playa del Inglés allerdings bemerkenswert.

 

Der neue Mercado Municipal von Maspalomas

Ein weiteres größeres Projekt ist der neue Mercado Municipal. Das Gebäude war Ende 2025 bereits weitgehend fertiggestellt und sollte 2026 an die Gemeinde übergeben werden. Nach den veröffentlichten Planungen soll der neue Markt nach Klärung des zukünftigen Betreiber- und Nutzungskonzeptes möglichst im letzten Quartal 2026 eröffnet werden.

Ein moderner Markt kann dabei weit mehr sein als ein klassischer Wochenmarkt. Vergleichbare Konzepte verbinden regionale Lebensmittel, Gastronomie und Einzelhandel und entwickeln sich häufig zu zusätzlichen Treffpunkten für Einheimische und Urlauber.

 

Mehr als 260 öffentliche Wohnungen geplant

Besonders umfangreich sind derzeit die Aktivitäten im Wohnungsbau. Der kommunale Wohnungsplan sieht vor, zwischen 2026 und 2027 mit dem Bau von mehr als 260 öffentlich geförderten Wohnungen zu beginnen. Geplant sind sowohl Wohnungen zum Verkauf als auch Einheiten für bezahlbare Mietmodelle.

Ein erstes konkretes Projekt betrifft 52 geschützte Wohnungen im Lomo de Maspalomas. Die Ausschreibung wurde bereits veröffentlicht; nach den kommunalen Planungen soll mit den Bauarbeiten möglichst Ende 2026 begonnen werden.

In El Tablero sind weitere 43 öffentlich geförderte Mietwohnungen vorgesehen.

Parallel dazu investiert die Gemeinde in die Sanierung bestehender Wohnanlagen und den Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestandes. Im August wurde beispielsweise die Erweiterung eines Programms mit VISOCAN beschlossen, das unter anderem den Erwerb von 26 bereits fertiggestellten Wohnungen in Castillo del Romeral umfasst. Das Gesamtvolumen dieses Wohnungsprogramms wurde auf 41,5 Millionen Euro erhöht.

 

Auch der private Wohnungsbau nimmt zu

Nicht nur die öffentliche Hand baut. Nach Angaben der Gemeinde wurden im aktuellen Mandatszeitraum bereits Genehmigungen für 91 neue private Wohnprojekte mit insgesamt 413 Wohnungen erteilt.

Allein Anfang 2026 wurden beispielsweise zwei weitere Wohngebäude in El Tablero genehmigt.

Das zeigt, dass insbesondere die klassischen Wohngebiete außerhalb der touristischen Kernzone stärker in den Fokus des Neubaus rücken.

 

Neues Wohn- und Gewerbegebiet T-9 in El Tablero

Langfristig besonders interessant ist außerdem die Entwicklung des sogenannten Sektors T-9 in El Tablero zwischen dem bestehenden Ortskern und dem Gewerbegebiet.

Die aktuelle Planung sieht eine zulässige Bebauung von insgesamt rund 65.800 Quadratmetern vor. Mehr als 53.000 Quadratmeter davon sollen für Gewerbe und Dienstleistungen genutzt werden, rund 12.700 Quadratmeter sind für Wohnnutzung vorgesehen. Ergänzt werden soll das Gebiet durch öffentliche Einrichtungen und Freiflächen.

Bis dort tatsächlich ein vollständig neues Quartier entsteht, sind noch weitere Planungs- und Erschließungsschritte erforderlich. Das Projekt zeigt jedoch deutlich, in welche Richtung sich El Tablero in den kommenden Jahren entwickeln könnte.

 

Montaña La Data: Nach Jahrzehnten soll die Erschließung vorankommen

Auch Montaña La Data steht vor einer möglichen größeren Veränderung. Die Gemeinde hat 2026 ein umfangreiches Verfahren zur städtebaulichen Neuordnung und Regularisierung gestartet.

Dabei geht es unter anderem um Straßen, Infrastruktur, Erschließung und öffentliche Flächen. Von der Maßnahme sind nach Angaben der Gemeinde rund 600 Familien betroffen.

Für ein Gebiet, das seit vielen Jahren auf eine abschließende städtebauliche Lösung wartet, könnte dies langfristig eine erhebliche Verbesserung der Infrastruktur bedeuten.

 

Modernisierung auch bei Hotels und Ferienanlagen

Parallel zur öffentlichen Infrastruktur investieren auch private Betreiber weiter in den touristischen Bestand. Im Mai wurde beispielsweise die umfassende Sanierung des Apartmentkomplexes Green Ocean in Las Burras genehmigt. Rund 1,4 Millionen Euro sollen in die Modernisierung der 64 Apartments sowie der Gemeinschaftsbereiche fließen. Die Zahl der touristischen Betten wird dabei nicht erhöht.

Nach Angaben der Gemeinde wurden bereits zahlreiche Genehmigungen für die Modernisierung älterer touristischer Anlagen erteilt. Dadurch findet die Erneuerung des Feriengebietes nicht nur im öffentlichen Raum statt, sondern zunehmend auch innerhalb bestehender Hotel- und Apartmentanlagen.

 

Natur- und Landschaftsschutz rund um die Dünen

Zur Entwicklung von Maspalomas gehört gleichzeitig der Schutz seiner empfindlichsten Landschaft. Für den Zeitraum 2026 bis 2029 befindet sich mit „Masdunas III“ ein weiteres Programm zur ökologischen Wiederherstellung des Dünensystems von Maspalomas im Genehmigungsverfahren.

Damit soll die Balance zwischen touristischer Nutzung und dem Schutz eines der bekanntesten Naturgebiete Gran Canarias weiter verbessert werden.

 

Was bedeutet die Entwicklung für den Immobilienmarkt?

Nicht jedes Bauprojekt führt automatisch zu steigenden Immobilienpreisen. Dennoch sind Investitionen in Promenaden, Straßen, Grünflächen, Mobilität, Freizeitangebote und öffentliche Einrichtungen langfristig wichtige Faktoren für die Attraktivität eines Standortes.

Besonders interessant ist derzeit, dass die Investitionen nicht auf einen einzelnen Ortsteil konzentriert sind. Von Playa del Inglés und Maspalomas über Meloneras und El Tablero bis hin zu Montaña La Data und den südöstlichen Küstenorten werden unterschiedliche Projekte vorangetrieben.

San Bartolomé de Tirajana befindet sich damit in einer Phase umfangreicher Modernisierung. Einige Projekte sind bereits sichtbar, andere befinden sich noch in Planung oder Ausschreibung. Welche Auswirkungen die einzelnen Maßnahmen letztlich auf bestimmte Wohnlagen haben werden, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.

Für Eigentümer und Kaufinteressenten lohnt es sich daher, neben der Immobilie selbst auch die zukünftige Entwicklung des jeweiligen Umfeldes genau im Blick zu behalten.

Stand der Informationen: September 2026. Bei geplanten Bau- und Infrastrukturprojekten können sich Zeitpläne, Budgets und konkrete Ausführungen im weiteren Verlauf ändern.

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